Lug und Trug aus dem Gitterbett

Forscher sind den Verhaltensmustern von Babys auf die Schliche gekommen. Demnach sollen Kleinkinder angeblich ab dem sechsten Lebensmonat Lachen und Weinen vortäuschen können, um die Aufmerksamkeit der Eltern auf sich zu ziehen. Bereits nach zwei weiteren Monaten haben sie eine grobe Vorstellung von “Richtig” und “Falsch”. Mit rund acht Monaten sind sie fähig Verbotenes zu vertuschen oder ihre Eltern mit Ablenkmanövern in die Irre zu führen. Im zarten Alter von zwei Jahren beherrschen sie taktische Tricks und Bluffs.

Geschickte Taktik

Die früheste Form des gezielten taktischen Täuschens ist das Weinen. Im ertsen halben Jahr wird elementar geweint, mit aller Wucht und ohne Rücksicht auf Etikette. So etwas Aufwändiges tut niemand ohne Grund. Emotionen durch Geräusche und große Tropfen Tränen zu zeigen, kostet schließlich viel Zeit und Energie.

Die Familien-Dressur

Nicht immer sind Hunger und Unwohlsein die Triebfeder. Laut Forscher kommt im zweiten Lebensjahr noch der Vorsatz dazu. Ein Säugling lernt ziemlich schnell sein Umfeld zu dirigieren und kennt die reflexhafte Wirkung der Tränen sehr genau. Männer und Frauen werden dabei nervös und der Schweiß bricht aus. Mit allen Mitteln versuchen sie den nervtötenden Lärm zu beenden indem sie ihren Säugling nähren, pflegen und liebkosen. Somit hat das Wein-Signal seinen Zweck bestens erfüllt.