Wie kommt der Marienkäfer zu seinem Glück ?


Wem bringt er es? Wer gab ihm diesen Namen? Und verraten die Punkte wirklich sein Alter? Weltweit gibt es etwa 5.500 Marienkäferarten, wobei ungefähr 80 Arten bei uns heimisch sind. Der “Siebenpunkt” ist der Bekannteste in Europa, und die sieben Punkte sind auch schon des Rätsels Lösung. Seit jeher gilt die Zahl 7 als Glückszahl. Sie setzt sich aus der irdischen Zahl 4, die für die vier Elemente (oder die 4 Wind-, oder Himmelsrichtungen) steht, und der göttlichen Zahl 3 (für die heilige Dreifaltigkeit) zusammen. Diese Rechnung machte die kleinen Käfer zu geheiligten Tieren, die Liebe, Fruchtbarkeit und Genesung bringen. Angeblich soll er die Kinder beschützen und Kranke heilen, wenn er ihnen zufliegt. Schüttelt man ihn ab oder tötet ihn, dann ist das Unglück nicht weit. Manche meinen, die sieben Punkte beziehen sich auf die sieben Tugenden der heiligen Maria.

Neben seiner Funktion als Glücksbringer hat er auch eine ökologische Aufgabe

Der Marienkäfer gilt als Himmelsbote der Mutter Gottes. Weil die Käfer für die Landwirtschaft sehr nützlich sind, glaubten die Bauern, dass sie ein Geschenk der Maria (Mutter Jesu) sind, und benannten sie nach dieser. Auch für Gärtner ist es ein besonderes Glück Marienkäfern zu begegnen. Sie befreien Bäume und Sträucher von Blattläusen und helfen das natürliche Gleichgewicht im Freien beizubehalten. Irrtümlicherweise wird heute immer noch angenommen, die Anzahl der Punkte habe etwas mit dem Alter zu tun. Wie viele seiner Artgenossen wird der Siebenpunkt nur ein Jahr alt, und trägt seine Punktzahl von Anfang an. Ihr leuchtend rotes Erscheinungsbild macht die Marienkäfer seit vielen Jahren zu einem beliebten Motiv auf Glückwunschkarten. Welch ein Glück für die süßen Käferlein, dass jeder in ihnen etwas Positives sieht.