Auf dem Balkon, in den Bergen oder im Wasser. Ausreichender Sonnenschutz ist überall wichtig. Ob jung oder alt, Sonnenschutz geht uns alle an !

Er hat nicht nur im Sommer Saison. Strahlen die im Winter vom Schnee reflektiert werden, darf man nicht unterschätzen. Wind und Minusgrade lassen die Sonne dann noch intensiver wirken. Im Frühling treffen die Sonnenstrahlen mit zu rascher Intensität auf die sonnen-entwöhnte Winterhaut. Selbst bei bedecktem Himmel ist man im Sommer vor den UV-Strahlen nicht sicher.

Sonnenschutz auch im Schatten

Fast die Hälfte des direkten Sonnenlichts trifft im Schatten noch auf die Haut. Je größer die UV-Belastung, desto kürzer ist die Eigenschutzzeit der Haut. Wasser reflektiert die Sonnenstrahlen und verstärkt die UV-Belastung der Haut zusätzlich um bis zu 90%.

Sonnenhut, Kappe oder Kleidung schützen vor Sonnenschäden

Textilien die dick genug und dicht gewebt sind schirmen effektiv von UV-Strahlen ab. Gewebe aus Polyester gewähren einen besseren Schutz als Baumwolle. Farbe und Schnitt spielen dabei eine wichtige Rolle: weite und dunkle Kleidung schützt angeblich besser als enge und helle.

Schutz für die Augen

Um bleibende Schäden an Hornhaut und Netzhaut zu vermeiden, sollte man seine Augen mit einer Sonnenbrille schützen. Beim Brillenkauf auf große Gläser achten, damit von der Seite möglichst wenig UV-Licht in die Augen trifft. Grau oder braun getönte Gläser sind ideal. Gut schützende Sonnenbrillen sind mit Angaben zum UV Schutz gekennzeichnet.

Dem Hauttyp entsprechend eincremen

Hoher Lichtschutzfaktor (LSF) bietet eine hohe Schutzwirkung, ein niedriger LSF gibt geringeren Schutz. Empfindliche, zu Sonnenbrand neigende Hauttypen brauchen hohen Schutz (mindestens LSF 30). Die mittlere Schutzklasse (etwa LSF 20) eignet sich für dunkle Hauttypen. Im Zweifel sollte man lieber einen höheren Schutz wählen und nicht zu lange in der Sonne bleiben.

Rechtzeitig und großzügig eincremen

Sonnencreme, -milch, -gel  oder -spray brauchen keine Vorlaufzeit um zu wirken. Cremt man seine Haut drinnen ein, ist sie bereits geschützt wenn man hinaus geht. Beim Eincremen nicht sparen – großzügig cremen und alles bedecken. Ohren, Nase, Oberlippe, Kopfhaut, Dekolleté, Nacken, Schultern und Fußrücken nicht vergessen. Sie sind besonders lichtempfindlich und der UV-Strahlung am meisten ausgesetzt.

Regelmäßig nachcremen

Unabhängig vom Lichtschutzfaktor sollte man immer wieder nachcremen. Bei Schwimmen, Schwitzen, Abtrocknen, und durch das Reiben der Kleidung auf der Haut verringert sich die Schutzwirkung. Für Sport, Bewegung oder schwimmen ist wasserfester Sonnenschutz ideal.

Vollständigen Sonnenschutz gibt es nicht

Wer sich ausgiebig und mit hohem Lichtschutzfaktor eincremt, sollte mit der Sonne trotzdem achtsam umgehen. Eine gewisse Dosis UV-Strahlen erreicht die Haut immer, denn kein Produkt kann sie vollständig ausbremsen.

Kinderhaut braucht bestmöglichen Schutz

Die natürlichen Schutzmechanismen der Haut sind bei Kindern noch nicht vollständig ausgebildet. Erfahrungsgemäß verbringen sie jedoch mehr Zeit im Freien und in der Sonne, als Erwachsene. Bis zum 18. Lebensjahr hat die Haut eines Kindes bereits 75% der Lebensdosis an UV-Strahlen abbekommen. Jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko. Dermatologen raten, Babys und Kleinkinder während der ersten zwölf Lebensmonate der direkten Sonne überhaupt nicht auszusetzen. Ab dem zweiten Lebensjahr dürfen die Kleinen für kurze Zeit in die Sonne, jedoch nicht zu Mittag. Die Kinder mit langärmeliger Kleidung, Sonnenhütchen oder Kappe wappnen. Optimal ist die spezielle UV-Schutzkleidung für Kinder. Alles was nicht mit Stoff bedeckt ist, muss dick eingecremt werden (LSF 30 oder höher).